Methode

Der Nachweis bestimmter Tier- und Pflanzenarten besteht in der molekularbiologischen Analyse der Umwelt-DNA (environmental DNA, kurz: eDNA), die durch Lebewesen an ihre Umgebung abgegeben wird. Die Gewinnung von eDNA erfolgt durch das Sammeln von Umweltproben, z.B. von Wasserproben aus Still- und Fließgewässern, und die anschließende Extraktion der DNA aus diesen Proben. Im Anschluss werden spezifische Bereiche der gewonnenen DNA, anhand derer man bestimmte Arten unterscheiden kann, mithilfe der molekularbiologischen Methode der Polymerase-Kettenreaktion (PCR) vervielfältigt. Nach der Visualisierung der vervielfältigten Genabschnitte erfolgt die Auswertung der untersuchten DNA, wobei festgestellt wird, welche Arten in dem untersuchten Habitat vorhanden sind.

Probenaufbereitung im Labor.
© 2018 Renate Geue.

Der Vorteil dieser molekularbiologischen Analysemethode besteht darin, dass sie nicht auf eine visuelle Detektion der Tiere oder gar das Fangen von Individuen angewiesen ist. Somit ist sie nicht invasiv für die zu untersuchenden Arten und auch die Störung der umgebenden Fauna und Flora durch die Probenahme ist minimal.

Darüber hinaus ist das Verfahren zeitsparend und liefert sehr sichere Ergebnisse, was vor allem bei schwierig zu identifizierenden Arten von Bedeutung ist.

Neben den molekularbiologischen Methoden zählt die Matrix-unterstützte Laserdesorptions-Ionisierungs-Flugzeit-Massenspektrometrie (MALDI-TOF-MS) zum Analyse-Repertoire.